Mallorca Immobilienpreise 2026: die teuersten Orte Spaniens
Die Balearen gehören zu den teuersten Immobilienmärkten Spaniens, und auf Mallorca liegen einige der höchsten Quadratmeterpreise des Landes. Nach den Daten des spanischen Notariats kostete Wohneigentum auf den Inseln im Mai 2026 mehr als doppelt so viel wie im Landesdurchschnitt. Wir zeigen Ihnen, wo die Preise am höchsten sind, wie Mallorca im Vergleich zu Madrid, Ibiza und Marbella dasteht und was hinter dem Preisniveau steckt.
Balearen gegen Madrid und den Rest Spaniens
Für den Vergleich der Regionen sind die amtlichen Statistiken die verlässlichste Grundlage, denn sie erfassen tatsächlich gezahlte Kaufpreise. Laut dem Consejo General del Notariado (Statistikzentrum CIEN, Daten für Mai 2026) lag der Durchschnittspreis auf den Balearen bei 4.384 €/m² und damit höher als in jeder anderen Region Spaniens. Der Landesdurchschnitt betrug 2.049 €/m². Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Preise auf den Inseln um 16,3 %, spanienweit um 8,8 %.
Die Estadística Registral Inmobiliaria der spanischen Grundbuchämter (Registradores, 2. Quartal 2026) zeigt ein ähnliches Bild mit einem Unterschied an der Spitze: Hier lag die Comunidad de Madrid mit 4.477 €/m² knapp vor den Balearen mit 4.311 €/m². Katalonien kam auf 2.995 €/m², Andalusien auf 2.090 €/m², der spanische Durchschnitt auf 2.487 €/m². Madrid und die Balearen liegen damit gleichauf an der Spitze, weit vor allen anderen Regionen.
Auch die Dynamik bleibt hoch. Der Wohnimmobilienpreisindex des Statistikamts INE (2. Quartal 2026, veröffentlicht am 7. September 2026) weist für die Balearen ein Plus von 13,7 % zum Vorjahr aus, für Spanien insgesamt 12,2 %.
Die teuersten Orte auf Mallorca
Für einzelne Orte und Viertel gibt es keine amtlichen Quadratmeterpreise. Die folgende Übersicht beruht daher auf Angebotspreisen laut Idealista (Stand September 2026). Angebotspreise liegen in der Regel über den später beurkundeten Kaufpreisen, eignen sich aber gut für den Vergleich der Lagen untereinander.
Auf Mallorca konzentrieren sich die Spitzenpreise im Südwesten der Insel und in einzelnen Vierteln Palmas. Der teuerste Teilmarkt ist Port d'Andratx mit 10.626 €/m². Die Gemeinde Andratx insgesamt kommt auf 8.641 €/m² und ist damit die teuerste Gemeinde Mallorcas.
Gleich dahinter folgt die Gemeinde Calvià mit 7.553 €/m². Innerhalb von Calvià liegen Costa d'en Blanes (10.013 €/m²) und Portals Nous–Bendinat (9.899 €/m²) deutlich darüber, Santa Ponsa erreicht 7.300 €/m². In Palma ist die Villenlage Son Vida mit 8.537 €/m² das teuerste Viertel, vor Portixol-Molinar und der Altstadt.
| Ort / Zone | Angebotspreis €/m² |
|---|---|
| Mallorca | |
| Port d'Andratx | 10.626 |
| Costa d'en Blanes (Calvià) | 10.013 |
| Portals Nous–Bendinat (Calvià) | 9.899 |
| Andratx (Gemeinde) | 8.641 |
| Son Vida (Palma) | 8.537 |
| Illetes (Calvià) | 8.311 |
| Portixol-Molinar (Palma) | 7.769 |
| Calvià (Gemeinde) | 7.553 |
| Altstadt Palma (Ciutat Antiga) | 7.326 |
| Santa Ponsa (Calvià) | 7.300 |
| Santanyí | 5.744 |
| Sóller | 5.525 |
| Palma (Gemeinde) | 5.513 |
| Pollença | 5.238 |
| Andratx Dorf | 4.327 |
| Zum Vergleich: Ibiza und Marbella | |
| Santa Eulària des Riu (Ibiza) | 8.295 |
| Sant Josep de sa Talaia (Ibiza) | 8.209 |
| Eivissa (Ibiza) | 7.309 |
| Marbella | 5.967 |
| Benahavís | 5.602 |
Quelle: Angebotspreise für Bestandsimmobilien laut Idealista (Stand September 2026), Idealista-Preisbericht.
Ein Durchschnittswert sagt wenig über das obere Ende des Marktes. In der Liste der zehn teuersten zum Verkauf stehenden Häuser Spaniens laut Idealista (August 2026) stehen unter den ersten fünf drei Objekte auf Mallorca: ein Anwesen in Pollença für 46 Millionen Euro, die Villa Solitaire in Palma ab 39,5 Millionen Euro und ein Landhaus in Puigpunyent für 29,5 Millionen Euro. Angeführt wird die Liste von der Villa Bellagio in Marbella für 70 Millionen Euro.
Mallorca im Vergleich mit Ibiza und Marbella
Bei den Angebotspreisen liegt Ibiza über Mallorca. Alle fünf Gemeinden der Insel kommen laut Idealista (Stand September 2026) auf mehr als 7.000 €/m², drei davon auf über 8.000 €/m². Auf Mallorca überschreiten nur Andratx und Calvià als ganze Gemeinden die Marke von 7.000 €/m². Einen Überblick über das Angebot finden Sie unter Immobilien kaufen auf Ibiza.
Marbella, das Zentrum des Luxusmarktes an der Costa del Sol, lag im September 2026 bei 5.967 €/m², das benachbarte Benahavís bei 5.602 €/m². Damit ist Marbella im Schnitt etwas teurer als Palma, aber deutlich günstiger als Calvià oder Andratx.
Warum Immobilien auf Mallorca so teuer sind
Internationale Nachfrage: Laut der Estadística Registral Inmobiliaria der Registradores (2. Quartal 2026) gingen 32,27 % aller Wohnungskäufe auf den Balearen an ausländische Käufer, der höchste Anteil aller Regionen. Spanienweit waren es 15,98 %. Deutsche stellten landesweit 6,11 % der Käufe durch Ausländer und lagen damit hinter Briten und Niederländern auf Platz drei.
Begrenzte Fläche und geschützte Landschaft: Als Insel kann Mallorca nicht in die Breite wachsen. Hinzu kommen große Schutzgebiete: Die Serra de Tramuntana mit Orten wie Deià und Valldemossa ist seit 2011 UNESCO-Welterbe, die geschützte Kernzone umfasst rund 30.745 Hektar. Lagen in erster Meereslinie oder große Fincas mit unverbaubarem Blick sind entsprechend knapp.
Anbindung: Der Flughafen Palma zählte 2025 laut Flughafenbetreiber Aena (Jahresbilanz vom 13. Januar 2026) 33,8 Millionen Passagiere. Deutschland war mit rund 9,8 Millionen Reisenden der größte internationale Markt. Die kurzen Flugzeiten machen Mallorca für Käufer aus dem deutschsprachigen Raum zum Zweitwohnsitz, den man auch für ein verlängertes Wochenende nutzen kann.
Was das für Käufer bedeutet
Wer auf Mallorca kauft, sollte nicht nach Inseldurchschnitt, sondern nach Mikrolage rechnen. Zwischen Andratx-Dorf (4.327 €/m²) und Port d'Andratx (10.626 €/m²) liegen nur wenige Kilometer, aber mehr als das Doppelte beim Angebotspreis. Ähnlich groß sind die Unterschiede innerhalb von Palma. Wer Stadtleben sucht, findet in Palma ein breites Angebot, von der Altstadtwohnung bis zur Villa in Son Vida. Bedenken Sie außerdem, dass beurkundete Kaufpreise im Schnitt unter den Angebotspreisen liegen: Notariat und Grundbuchämter weisen für die Balearen jeweils rund 4.300 bis 4.400 €/m² aus.
Häufige Fragen
Wo sind Immobilien in Spanien am teuersten?
Auf den Balearen und in der Comunidad de Madrid. Laut Notariat (Mai 2026) waren die Balearen mit 4.384 €/m² die teuerste Region. Bei den im Grundbuch eingetragenen Verkäufen lag Madrid laut Registradores im 2. Quartal 2026 mit 4.477 €/m² knapp vor den Balearen mit 4.311 €/m².
Was ist der teuerste Ort auf Mallorca?
Bei den Angebotspreisen laut Idealista (Stand September 2026) liegt Port d'Andratx mit 10.626 €/m² vorn, gefolgt von Costa d'en Blanes und Portals Nous–Bendinat in der Gemeinde Calvià. In Palma ist Son Vida mit 8.537 €/m² das teuerste Viertel.
Ist Ibiza teurer als Mallorca?
Ja, gemessen an den Angebotspreisen. Alle fünf Gemeinden Ibizas liegen laut Idealista (Stand September 2026) über 7.000 €/m². Auf Mallorca erreichen dieses Niveau nur Andratx, Calvià und einzelne Viertel Palmas.
Steigen die Preise auf den Balearen weiter?
Ja. Das INE meldete für das 2. Quartal 2026 ein Plus von 13,7 % gegenüber dem Vorjahr, das Notariat für Mai 2026 sogar 16,3 %. Wie stark sich das auf einzelne Lagen auswirkt, hängt von der Mikrolage ab.
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Datenstand: Oktober 2026. Wir aktualisieren diese Übersicht jährlich.